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Barracuda II

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Kurs und Kursänderungen

Es gibt drei Hauptkursrichtungen. Wenn der Zielort in der Richtung liegt aus der der Wind kommt, so muß man möglichst hoch segeln. Von Hochsegeln spricht man dann, wenn man in einem sehr spitzen Winkel zur Windrichtung gegen den Wind segelt. Die größte Geschwindigkeit erreicht man aber bei einem räumlichen oder Raumkurs. Um mit raumem Wind zu segeln, müssen die Segel etwas gefiert oder gelassen werden. In diesem Fall verläuft der Kurs mehr oder weniger senkrecht zur Windrichtimg die dritte Möglichkeit der Vorwindkurs, genau vor dem Wind,zu segeln. Die etwas schwierigeren Manöver sind die Kursänderungen, bei denen sich auch die Bugseite verändert





Zur Richtungsänderung gehören entsprechende Manöver die auf Befehl des Skippers bzw. Steuermanns eingeleitet werden.

Das Halsen

Halsen heißt, mit dem Heck durch den Wind fahren. Es wird zunächst soweit abgefallen, bis das Boot auf achterlichem Wind segelt. Die Großschot wird dafür ganz aufgefiert. Dann wird die Schot zügig dichtgeholt, bis der Großbaum mitschiffs steht. Ruder nun soweit legen, bis der Großbaum von selbst übergeht. Nun schnell die Großschot fieren und Stützruder geben, um die Drehtendenz durch den übergehenden Großbaum zu mildem.

  • Raumschotkurs hier auf Backbordseite.
  • Großschot vollständig fieren.
  • Das Boot segelt nun auf achterlichem Wind. Großschot zügig dichtholen und Fockschot loswerfen.
  • Großbaum mitschiffs. Ruder weiterhin legen, bis der Großbaum übergehen will.
  • Großschot fieren und beim Übergehen des Großbaumes Stützruder geben. Die Fock ist schon vorher übergegangen.
  • Schoten entsprechend dem neuen Kurs dichtholen und auf Steuerbordbug ablaufen.
Kommandos:
Steuermann: Klar zum Halsen!
Vorschoter: Klar!
Steuermann: Fier auf die Schoten!
Steuermann: Hol dicht die Großschot!
Steuermann: Rundachtem!
Steuermann: Fier auf die Großschot!
Steuermann: Hol dicht auf...

Die Q-Wende

Wem bei starkem Wind eine Halse zu riskant ist, kann sich mit einer Q-Wende behelfen.

  • Raumschotkurs hier mit Steuerbordbug.
  • Anluven. Ruder legen und Schoten dicht holen.
  • Über die Segel.
  • Abfallen auf Raumschotkurs mit Backbordkurs.
Kommandos:
Steuermann: Klar zur Q-Wende!
Vorschoter: Klar!
Steuermann: Ree!
Steuermann: Über die Segel!
Steuermann: Fier auf die Schoten auf Raumschots!

Das Wenden

Wenden heißt, mit dem Bug durch den Wind gehen. Wichtig ist dabei, daß das Boot genügend Fahrt behält und nicht mit dem Bug im Wind liegen bleibt (verhungert) oder gar rückwärts treibt. (Bei schwachen Winden empfielt es sich gegebenen Falls bereit sein zum starten des Motors.) Aus diesem Grund soll das Ruder nicht ruckartig voll überlegen (Hartruderlage). Geht ein Boot schwer durch den Wind, läßt man die Fockschot belegt und die Fock back halten. Die Fock wird dann erst auf das Kommando "Fock über" losgeworfen.

  • Anlaufen, in diesem Fall auf Steuerbordbug.
  • Gleiclnnäßig und weich Ruder legen.
  • Das Boot liegt im Wind, Ruder bleibt gelegt.
  • Großbaum mitschiffs, Fockschot los und auf neue Seite holen, sobald Wind einfällt. Der Vorschoter wechselt die Seite.
  • Weiter abfallen, Steuemann wechselt die Seite.
Kommandos:
Steuermann: Klar zum Wenden!
Vorschoter: Klar!
Steuermann: Fock back halten!
Steuermann: Ree!
Steuermann: Über die Segel!
Steuermann: Fock über!
Steuermann: Neuer Kurs: ...